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Ausschreibung "Moore"

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Kontakt Ausschreibung Energie
Dipl.-Ing. Roland Heintz
Baden-Württemberg Programme

Telefon: +49 (0)721-608-2 51 36

Fax: +49 721-608-2 39 29

E-Mail: roland heintzSpt3βˆ‚kit edu

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Hermann-von-Helmholtz-Platz 1

76344 Eggenstein-Leopoldshafen

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Ausschreibung

zum

Baden-Württemberg Programm

Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung BWPLUS

Energie, Energiespeichertechnologien

ab 04/2012

Vorbemerkungen

Eine gesicherte Energieversorgung ohne Atomkraft und gleichzeitig ehrgeizige Klimaschutz-ziele erfordern den Umbau des Energiesystems auf der Basis regenerativer Energiequellen.
Vermehrt werden dezentrale Erzeuger dabei ihren Strom in Verteilnetze einspeisen. Mit stei-gendem Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen wird die Produktion stärker fluktuieren. Um unter diesen Bedingungen eine verlässliche Stromversorgung zu gewährleisten, müssen künftig Stromerzeugung und Stromverbrauch ausbalanciert und systematisch optimiert werden. Dafür sind insbesondere auch geeignete Energiespeicher notwendig.
Die Bedeutung von Energiespeichern wird schnell zunehmen, um die Netze zu entlasten und die Effizienz des Gesamtsystems zu erhöhen. Auch im Bereich der Versorgung mit Wärmeenergie werden vermehrt Speicher benötigt, um die CO2-Emissionen zu senken.
Im Fokus stehen damit Verfahren und technische Anlagen, die durch eine sinnvolle Kombi-nation mit Speichertechnologien oder durch deren Integration dazu beitragen, den Anteil regenerativer Energie zu erhöhen und die Effizienz der gesamten Energieerzeugung und -wandlung zu steigern sowie bisher ungenutzte Potenziale zu mobilisieren. Betrachtet wer-den sollen Planungs-, Bau- und/oder Betriebsphasen entsprechender Anlagen. Dabei haben Speichersysteme in räumlicher Nähe zu den dezentralen Erzeugungsanlagen eine besondere Bedeutung.

Daneben sind auch Vorschläge zur Verbesserung von Rahmenbedingungen der Erzeugung und Speicherung von regenerativer Energie von Interesse.

Ziel und Inhalt des Programms

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) baut mit seinem aktuellem Forschungsthema "Energie, Energiespeichertechnologien" innerhalb des BWPLUS-Programms auf den im nationalen und internationalen Bereich bereits vorliegen-den Arbeiten auf. Es zielt auf spezifische Forschung und Entwicklung sowie anwendungs-orientierte Demonstrationsprojekte, die in und für Baden-Württemberg Innovationen schaffen bzw. ermöglichen und die technologische Wettbewerbsfähigkeit auch im Hinblick auf Exportchancen erhalten oder ausbauen. Die eingereichten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen daher den Stand der Technik deutlich übertreffen. Erwünscht sind insbesondere:

  • innovative Forschungsansätze, die Entwicklungspotenziale von zukünftigen Energiespeichern mittel- bis kurzfristig weiter voranbringen und zugleich umwelt- sowie sozialverträgliche Lösungen anstreben,
  • Vorschläge, die höhere Ziele hinsichtlich Energie- und Leistungsdichte, Lebensdauer, Sicherheit und Kosten gegenüber dem Stand der Technik haben, um insgesamt eine Senkung der Systemkosten zu ermöglichen,
  • Vorschläge, die thematische Fragestellungen über einen inter- und transdisziplinären Ansatz lösen und die über Realexperimente und Szenarien Handlungsempfehlungen im konkreten Umfeld der technischen, sozialen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wechselbeziehungen erarbeiten.

Bei den eingereichten Skizzen sollen grundsätzlich

  • die Information und Transparenz zur Bewusstseinsbildung und zum Know-how-Transfer,
  • die Beteiligung von Bürgern, insbesondere durch die Vorhabens-/Planungsträger (Partizipation),
  • die Betrachtung neuer/neuartiger Betreibermodelle und
  • die Betrachtung der Rahmenbedingungen mit Blick auf die mögliche Gestaltung neuer Regelungen einschließlich Anreizen

einen wesentlichen Platz innerhalb des Forschungsvorhabens einnehmen, insbeson-dere, wenn Zielkonflikte (z.B. mit der Landschaftsplanung) oder regulative Einflüsse eine Rolle spielen.

  • Vorschläge zu einer begleitenden Transformations-Forschung sollen es insbesondere Akteuren aus kommunaler Verwaltung, Energiewirtschaft und sonstigen Wirtschaftsbranchen und Bürgerschaft ermöglichen,gemeinsam Vorhaben zu planen und zu realisieren. Konkrete Vorschläge, wie dies gestaltet werden kann, sind in der Skizze darzustellen; insbesondere auch, wie die Ansätze nach dem Projektende – insbesondere mit dem Ziel der Realisierung – bekannt gemacht und weiterverfolgt werden sollen.
  • Es können Kofinanzierungen für EU- und Bundes-Forschungsvorhaben gefördert werden.
  • Die Batterieforschung soll aufgrund der vorhandenen umfangreichen Aktivitäten nicht im Fokus des Programms stehen.