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Arbeitsfelder

Reaktorsicherheit

Alexander Ehrlich
Tel.: +49-721-608-29238
Email: alexander ehrlichIsl4∂kit edu

Nukleare Entsorgung

Dr. Silvia Stumpf
Tel.: +49-351-463-33060
Email: silvia stumpfHzy0∂kit edu

Strahlenforschung

Sylvia Gräber
Tel.: +49-351-463-31438
Email: sylvia graeberKwo5∂kit edu

Arbeitsgebiet 'Nukleare Sicherheitsforschung des BMBF'

'Im Bereich der nuklearen Sicherheits- und Endlagerforschung werden FuE-Arbeiten zu wissenschaftlichen und technologischen Aspekten der Sicherheit der bestehenden Kernreaktoren, zur Sicherheit der nuklearen Entsorgung sowie der Minimierung der endzulagernden hochradioaktiven Stoffe durchgeführt. Dabei stehen langfristige Aspekte im Vordergrund der Forschungsarbeiten und solche, bei denen aufwändige, großforschungsspezifische Experimentiereinrichtungen, Großrechnerkapazitäten und/oder Infrastrukturen notwendig sind. Die durchgeführten Arbeiten stehen im Einklang mit dem Beschluss zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung, da es bis zum Abschalten des letzten Kernkraftwerkes  zwingend notwendig ist, die Sicherheit dieser Kernreaktoren auf dem jeweils neuesten Stand von Wissenschaft und Technik zu gewährleisten. Auch darüber hinaus ist kerntechnischer Sachverstand für den Rückbau der kerntechnischen Einrichtungen und deren sichere Entsorgung erforderlich.' (Zitat BMBF-Förderkonzept "Grundlagenforschung Energie 2020+")

 

Die BMBF-Projektförderung konzentriert sich auf die Themen:

  • Sicherheitsforschung für Kernreaktoren
  • Sicherheitsforschung zur nuklearen Entsorgung und
  • Strahlenforschung

Die BMBF-Projektförderung im Bereich 'Nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung' erfolgt in Ergänzung zu und in enger Abstimmung mit der Projektförderung des BMWi.

In allen Projekten spielt die Nachwuchsförderung eine besondere und zentrale Bedeutung. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Verlust bzw. der Rückgang an erfahrenen Fachleuten auf allen Gebieten, die die nukleare Sicherheit betreffen - in der Forschung ebenso wie bei Aufsichts- und Genehmigungsbehörden sowie bei technischen Gutachterinstitutionen - zu besorgen ist und dies verhindert werden muss. Daher sind alle Möglichkeiten der Förderung in Betracht zu ziehen (z. B. Graduiertenkollegs, Post-Doc-Förderung, etc.) um den Kompetenzerhalt durch Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Nuklearen Sicherheitsforschung weiterhin zu gewährleisten.

 

Reaktorsicherheitsforschung

Im Arbeitsfeld 'Reaktorsicherheitsforschung' soll die Projektförderung dazu beitragen, die wissenschaftlichen Grundlagenund Kompetenzen, die für den sicheren Restbetrieb von Kernreaktoren unverzichtbar sind, weiter zu bearbeiten und zu erhalten.

Damit zusammenhängend ist auch eine Mitarbeit in ausländischen Forschungsprojekten bzw. Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen, um eine möglichst breit abgesicherte Daten- und Wissensbasis bereit zu stellen um die Aufgaben zu erfüllen.

Das BMBF fördert im Wesentlichen Vorhaben mit Bezug zur Simulation und Modellierung. Die Modelle sollen an Experimenten im Labor- und Technikumsmaßstab in Einrichtungen wie sie insbesondere in den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft zur Verfügung stehen, überprüft werden.

Mit dem Kompetenzverbund Kerntechnik besteht ein wichtiges Gremium, in dem die sachlich-fachlichen Themen diskutiert werden und in dem auch die Kooperation zwischen Hoschschulenund institutionell geförderten Instituten, auch vor dem Hintergrund des Kompetenzerhalts, Unterstützung findet.

 

Sicherheitsforschung zur Nuklearen Entsorgung

Bei der Erzeugung von Energie durch Kernspaltung fallen abgebrannte Brennelemente an, die neben Plutonium und Uran noch Spaltprodukte und die Transuranelemente Neptunium, Americium und Curium enthalten. In Deutschland werden bis zur Beendigung der Kernenergienutzung und anschließendem Rückbau der Kernkraftwerke ca. 290.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung und zwischen 30.000 und 40.000 Kubikmeter mittel- und hochaktive Abfälle mit relevanter Wärmeentwicklung anfallen. Durch die in Deutschland favorisierte Option der Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle ist sicherzustellen, dass eine Mobilisierung dieser Stoffe und ein Eintrag in die Biosphäre selbst für sehr lange Zeiträume auszuschließen ist. Für hochradioaktive Abfälle mit hoher Radiotoxizität, Wärmeentwicklung und z.T. langen Halbwertszeiten ist dies von besonderer Relevanz und eine große wissenschaftlich-technische Herausforderung.

Zu folgenden Themenbereichen sollen Forschungsvorhaben gefördert werden:

  • P&T (Partitioning & Transmutation) bzw. P&C (Partitioning & Conditioning)
  • Innovative Mess- und Diagnosetechniken zur besseren Charakterisierung radioaktiver Abfälle
  • Untersuchung und quantenchemische Modellierung radiochemischer und radiogeochemischer Prozesse

 

Strahlenforschung

Im Rahmen dieser Förderinitiative, die vom BMBF und BMUB ausgeht, sollen spezifische Untersuchungen auf dem Gebiet der Strahlenforschung gefördert werden.

Neben hilfreichen Wirkungen ionisierender Strahlen (etwa im Bereich der Tumortherapie und -diagnose) ist mit ionisierender Strahlung gleichwohl ein Gefährdungspotential verbunden. Dies gilt für natürliche Strahlung ebenso wie für künstliche Strahlungsquellen in Technik, Medizin und Forschung. Dabei ist insbesondere das Studium kleiner Dosen und ihrer Wirkungen von Interesse.

FuE-Projekte sind den folgenden Bereichen zuzuordnen:

  • Strahlenbiologie (Wirkung der Strahlung auf den Menschen) sowie der
  • medizinische Strahlenschutz und die
  • Radioökologie (Verteilung und Wirkung radioaktiver Stoffe in der Natur und der Übergang auf den Menschen).