Biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle antibiotikaresistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern (HyReKA)

Projektlaufzeit: 01.02.2016 – 31.12.2020

Das Projekt HyReKA untersucht Proben

Das Projekt HyReKA untersucht Proben aus möglichen Eintragspfaden und identifiziert die darin vorkommenden Keime und Bakterien

Ein Bakterium, gegen das mehrere gebräuchliche Antibiotika nicht mehr wirken, bezeichnen Mediziner und Mikrobiologen als „multiresistent“. Diese Resistenzen nehmen stetig zu und stellen die moderne Medizin vor große Herausforderungen. Insbesondere antibiotikaresistente Darmbakterien sind in diesem Zusammenhang problematisch. Sie gelangen über das Abwasser und die Landwirtschaft in die Umwelt. Einige von ihnen überleben dort, vermehren sich oder übertragen ihre Resistenzgene auf andere Mikroorganismen. Es besteht die Möglichkeit, dass Menschen beispielsweise über Flüsse und Seen mit diesen Bakterien in Kontakt kommen. Wenn multiresistente Erreger nun eine Infektion auslösen, ist es schwierig, diese Infektion mit Antibiotika wirksam zu bekämpfen. Das Verbundprojekt HyReKA prüft, wie sich resistente Keime über verschiedene Pfade ausbreiten und wie sie sich in der Umwelt verhalten. Außerdem wollen die Beteiligten technische Verfahren für Kläranlagen entwickeln, um die Ausbreitung multiresistenter Keime künftig zu verhindern.

Die Ergebnisse des Projektes sollen dabei helfen, künftig die Risiken der Verbreitung multiresistenter Bakterien über Abwässer und Gülle besser zu erkennen und zu vermeiden. Durch spezifische Vorkehrungen in Kliniken und in der Landwirtschaft sowie ein wirksames Entfernen antibiotikaresistenter Bakterien bei der Abwasserbehandlung können die Verbreitungspfade für Antibiotika-Resistenzen deutlich eingeschränkt werden. Menschen kommen dadurch weniger häufig in Kontakt mit den Risikoerregern. So lässt sich die Zahl schwerer oder nicht mehr behandelbarer bakterieller Infektionen erheblich reduzieren. Weiterhin wird so die Entstehung neuer resistenter Stämme erschwert – damit kann die Wirksamkeit von Antibiotika über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben.

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