Wasser-Extremereignisse

Bekanntmachung zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Wasser-Extremereignisse“ im Bundesprogramm Wasser-Forschung und Wasser-Innovationen für Nachhaltigkeit – Wasser:N

Wasser-Extremereignisse wie Starkregen, Hochwasser und Dürreperioden werden aufgrund des Klimawandels in Zukunft auch in Deutschland sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zunehmen. Die starken Überschwemmungen der Jahre 2013 und 2016 sowie die außergewöhnlichen Dürren in den Sommern 2018 und 2019 sind hier nur die bekanntesten Beispiele. Die Auswirkungen betreffen nicht nur den wirtschaftlichen Bereich, sondern zunehmend auch die ökologische Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit vieler Oberflächengewässer sowie die Wasserversorgung. Die Entwicklung und Umsetzung neuer, fach- und sektorübergreifender Ansätze zur Abwendung der nachteiligen Folgen und zur Ergreifung geeigneter Gegenmaßnahmen wird daher immer relevanter. Deshalb hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderrichtlinie „Wasser-Extremereignisse“ veröffentlicht.

Die Förderrichtlinie soll dazu beitragen neue Ansätze zum Management hydrologischer Extreme zu entwickeln und umzusetzen und die Auswirkungen auf die aquatische Umwelt und den Menschen zu begrenzen. Die Digitalisierung stellt hier ein wichtiges Instrument dar um Monitoring, Analyse, Vorhersage und Risikokommunikation zu verbessern. Eine besondere Herausforderung ist zudem das Risikomanagement gegensätzlicher hydrologischer Extreme: Der Verlauf und die Auswirkungen der Extremereignisse, sowie die Anpassung und Minderung deren Folgen sollen entsprechend erforscht werden und Ansätze gesucht werden, die sowohl bei Wasserüberschuss als auch bei Wassermangel tragfähig sind. Speziell die Wasserversorgung bedarf vor dem Hintergrund konkurrierender Nutzungsinteressen neuer Anpassungsstrategien. Im urbanen Raum sind die Auswirkungen von Extremereignissen aufgrund der hohen Besiedlungsdichte und der Akkumulation von Werten besonders hoch, so dass der Entwicklung nachhaltiger urbaner Wasserinfrastrukturen ein hoher Stellenwert zukommt. Kennzeichnend für die Fördermaßnahme ist die Erforschung von praktikablen Lösungen und die Entwicklung von erfolgreichen Umsetzungsbeispielen, sowohl in städtisch als auch in ländlich geprägten Gebieten.

Die Fördermaßnahme ist Bestandteil des Bundesprogramms „Wasser:N“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland, staatliche und nichtstaatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes. Die Antragstellung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird ausdrücklich begrüßt. Eine Bewerbung ist bis 22.04.2020 möglich.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind spätestens bis zum 22.04.2020 Projektskizzen in deutscher Sprache online einzureichen.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

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76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Tel.: +49 (0)721 608-25281
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Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

Tel.: +49 (0)721 608-25281
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Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

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Fax: +49 (0)721 608-992003
heike.blumentritt@kit.edu