Verdrängung konventioneller Kunststoffe aus der Bioabfallsammlung

Bioabfälle werden seit einiger Zeit in Haushalten getrennt gesammelt und anschließend kompostiert. Aus hygienischen Gründen werden für die Sammlung von Küchenabfällen häufig Kunststoffbeutel genutzt. Eine hochwertige Verwertung des dabei entstehenden Komposts ist allerdings nur möglich, wenn dieser möglichst keine Fremdbestandteile wie Kunststoffe enthält. Darüber hinaus entsorgen noch zu viele Bürgerinnen und Bürger ihre organischen Abfälle im Restmüll. Das Umweltministerium initiiert daher Forschungsvorhaben, die Konzepte zur Verbesserung der Bio-Abfallsammlung entwickeln.

Ausschreibung „Untersuchung und Bewertung unterschiedlicher Sammelmedien zur Verdrängung von PE-Kunststoffen aus der Bioabfallsammlung und Durchführung von Praxistests zum Abbauverhalten von biologisch abbaubaren Kunststoffbeuteln".

Stichtag für die Einreichung ist der 20. September 2019.

Aus ökologischer Sicht wäre es am sinnvollsten, häusliche Bioabfälle ohne Beutel oder Packmaterialien wie Zeitungspapier zu sammeln und die Mehrweg-Sammelgefäße direkt in die Biotonne zu entleeren. Zahlreiche Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Mehrheit der Bevölkerung zur Sammlung von Küchenabfällen Sammelbeutel verwendet. Dabei kommen überwiegend Papierbeutel, Polyethylen-Kunststoffbeutel oder biologisch abbaubare Kunststoffbeutel  zum Einsatz. Obwohl die Entsorgung von Polyethylen-Kunststoffbeuteln generell und in den meisten Stadt- und Landkreisen in Deutschland auch die Entsorgung von biologisch abbaubare Kunststoffbeuteln in der Biotonne bzw. in Biobeuteln verboten ist, werden diese Beutel zunehmend zur Sammlung von Küchenabfällen eingesetzt und somit gemeinsam mit den Küchenabfällen in die häusliche Bioabfallsammlung eingetragen.
Im Rahmen des Programmes „Untersuchung und Bewertung unterschiedlicher Sammelmedien zur Verdrängung von PE-Kunststoffen aus der Bioabfallsammlung und Durchführung von Praxistests zum Abbauverhalten von biologisch abbaubaren Kunststoffbeuteln“ sollen Vorhaben gefördert werden, die weiterführende Erkenntnisse gewinnen und Lösungen erarbeiten, um

  • PE-Kunststoffbeutel aus der Bioabfallsammlung zu verdrängen,
  • gleichzeitig die Sammelmengen für die Biotonne zu steigern und
  • die Kunststoffbestandteile in Gärreststoffen und Komposten weiter abzusenken.

Für Baden-Württemberg besteht Forschungsbedarf insbesondere in den folgenden zwei Themenbereichen:

  • Themenbereich 1
    Durchführung von Praxisversuchen zum Abbauverhalten von verschiedenen zertifiziert biologisch abbaubaren Kunststoffbeuteln (Bioabfallsammelbeutel).
     
  • Themenbereich 2
    Untersuchung und Bewertung unterschiedlicher Sammelmedien (Sammelbeutel) zur Verdrängung von PE-Kunststoffen aus der Bioabfallsammlung.
     

Information zur Bewerbung

Die Projektskizzen sind beim Projektträger Karlsruhe, Bereich Baden-Württemberg Programme (BWP) bis spätestens 20.09.2019 mit Angabe des Ausschreibungstitels in elektronischer Form per E-Mail (als MS-Office- oder ungeschützte PDF-Dokumente) und mit Unterschrift im Original auf dem Postweg einzureichen:

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Projektträger Karlsruhe (PTKA-BWP)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen


Die E-Mail-Adresse für die elektronische Einreichung lautet: bwp@ptka.kit.edu

Es gilt das Datum des Poststempels. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Verspätet eingehende Projektanträge können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Tel.: +49 (0)721 608-25281
Fax: +49 (0)721 608-992003
info@ptka.kit.edu

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

Tel.: +49 (0)721 608-25281
Fax: +49 (0)721 608-992003
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

Tel.: +49 (0)721 608-31435
Fax: +49 (0)721 608-992004
heike.blumentritt@kit.edu