MAK-Sekretariat: Wissenschaftliche Betreuung eines Expertengremiums
Das Kommissionssekretariat organisiert und koordiniert die Arbeit der MAK-Kommission, der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe.
Die Arbeitsfähigkeit der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) wird entscheidend durch die Unterstützung des wissenschaftlichen Kommissionssekretariats gewährleistet, welches die Kommissionsarbeit organisiert und koordiniert.
So werden u. a. die Präsenzsitzungen und Online-Meetings der 15 Arbeitsgruppen der Kommission geplant, durchgeführt und inhaltlich vor- und nachbereitet. Zudem wird der Austausch zwischen den Arbeitsgruppen und den ehrenamtlich tätigen Kommissions- und Arbeitsgruppenmitgliedern koordiniert.
Im Zentrum des Kommissionssekretariats steht das wissenschaftliche Sekretariat der Kommission und der Arbeitsgruppe „MAK-Werte und Einstufungen“, das seinen zentralen Sitz in Karlsruhe und in Freising-Weihenstephan hat. Darüber hinaus verfügen auch die Arbeitsgruppen „Beurteilungswerte in biologischem Material“, „Luftanalysen“, „Analysen in biologischem Material“, „Bewertung von Stäuben“ sowie „Allergie“ über eigene wissenschaftliche Sekretariate, die an den wissenschaftlichen Einrichtungen der einzelnen
Arbeitsgruppenleitenden angesiedelt sind. Um die komplexe Interaktion zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen der Kommission, den interdisziplinär und ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Kommission und den gegebenenfalls zusätzlich notwendigen Expertinnen und Experten sowie den Informationsaustausch mit anderen nationalen und internationalen Gremien sicherzustellen, bedarf es einer professionellen Organisation und Leitung des wissenschaftlichen Sekretariats. Diesen Aufgaben kommen Frau Dr. Gerlinde Schriever-
Schwemmer und Herr Dr. Gunnar Jahnke nach.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Kommissionssekretariats spiegeln in ihrer Expertise die verschiedenen Fachrichtungen der Kommissionsarbeit wider, verfolgen in ihren Spezialgebieten die neuesten Entwicklungen, bilden sich regelmäßig fort und nehmen an wissenschaftlichen Fachtagungen teil. Neben koordinativ-organisatorischen Aufgaben liegt der eigentliche Arbeitsschwerpunkt des Kommissionssekretariats in umfangreichen Recherchen, der Vorbereitung von Begründungstexten und der Erarbeitung von Analysenmethoden. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen Literaturrecherchen durch, fassen die Ergebnisse und den wissenschaftlichen Sachstand zusammen, stellen diese bzw. diesen in den Sitzungen vor und übernehmen die inhaltliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, insbesondere die Vorformulierung von Begründungen und Methoden. Die Protokollierung der Diskussion, deren Einarbeitung in die Begründungen und Analysenmethoden sowie deren Veröffentlichung zählen zu ihren Aufgaben. Weiterhin unterstützen die Sekretariate die Arbeitsgruppenmitglieder bei der Erstellung von Begründungen und Analysenmethoden.
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppen „Luftanalysen“ und „Analysen in biologischem Material“ unterstützen zudem die Entwicklung und Validierung der eingereichten Methoden, indem sie beispielsweise die Synthese von Standards in Auftrag geben oder Ringversuche organisieren und auswerten. Zudem werden in institutseigenen Laboratorien selbst Methoden entwickelt und validiert sowie Methodenvorschriften und Prüfberichte erstellt.
Darüber hinaus werden konzeptionelle Arbeiten zu aktuellen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Fragestellungen oder analytischen Themen verfasst. Die MAK- und BAT-Werte-Liste, die wissenschaftlichen Begründungen und die Analysenmethoden werden nach der Verabschiedung im Plenum von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kommissionssekretariats inhaltlich überprüft, redaktionell bearbeitet und in enger Abstimmung mit ZB MED zur Publikation vorbereitet.
Zusammenarbeit und Austausch mit Gremien und der Öffentlichkeit. Eine weitere Aufgabe des Sekretariats besteht darin, die Kommission in der Zusammenarbeit und im Austausch mit nationalen und internationalen Fachgremien zu unterstützen. Zu diesen Gremien, die sich mit der gesundheitlichen Bewertung von Chemikalien und anderen Fragen des Arbeitsschutzes befassen, gehören beispielsweise der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) und dessen Unterausschüsse und Arbeitskreise, das Risk Assessment Committee der ECHA (RAC, Ausschuss für Risikobeurteilung), das Dutch Expert Committee on Occupational Standards (Health Council of The Netherlands), das TLV- und BEI-Committee der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH), das Instituto Nacional de Seguridad e Higiene en el Trabajo (INSHT) in Spanien sowie die in Österreich und der Schweiz für den Arbeitsschutz relevanten Organisationen.
Darüber hinaus beantwortet das Kommissionssekretariat vielfältige Anfragen aus der Wissenschaft, der interessierten Öffentlichkeit, von Behörden oder der Presse oder leitet die Anfragen entsprechend weiter.
Die nicht wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sekretariats unterstützen die Arbeit der Kommission und leisten wertvolle Arbeit bei der Literaturbeschaffung, der Zusammenstellung von Sitzungsunterlagen sowie bei der allgemeinen Sitzungsorganisation und unterstützen die Kommission bei der Publikation der Ergebnisse ihrer Arbeit. Darüber hinaus stellen sie die notwendige Daten-/Informationsdokumentation und Archivierung sicher.
Die Übersetzung der Begründungen und Analysenmethoden ins Englische findet ebenfalls im Sekretariat statt, um fachspezifische Besonderheiten sicherzustellen. Auf diese Weise wird die Arbeit der Kommission international sichtbar.
Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Arbeit und Organisation
An die Beschlüsse der MAK-Kommission und deren Begründungen werden sehr hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Die fachliche Expertise der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Kommissionssekretariat gewährleistet die fachlich gezielte Einbindung der Kommissionsmitglieder für die jeweilige Fragestellung sowie die inhaltlich korrekte Umsetzung der Diskussionspunkte in den Begründungen.
Die Diskussion und Erarbeitung einer Bewertung erfolgt im Kommissionssekretariat unter Beteiligung mehrerer Personen. Dieses Vorgehen gewährleistet eine möglichst vollständige Recherche und Dokumentation und ist Bestandteil der Qualitätsprüfung der erarbeiteten Dokumente.